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Wie baue ich in 60 Tagen einen skalierbaren B2B‑Leadflow mit LinkedIn‑Ads und einfachem CRM‑Trigger

Wie baue ich in 60 Tagen einen skalierbaren B2B‑Leadflow mit LinkedIn‑Ads und einfachem CRM‑Trigger

In den letzten Projekten habe ich mehrfach erlebt, wie schnell und effektiv sich ein wiederholbarer B2B‑Leadflow aufbauen lässt — wenn man klare Prioritäten setzt und einfache Automatisierungen statt komplexer Systeme verwendet. Hier beschreibe ich, wie ich in 60 Tagen einen skalierbaren Leadflow mit LinkedIn Ads und einem einfachen CRM‑Trigger aufbaue. Das ist praxisnah, testbar und auf Wachstum ausgerichtet.

Was ist das Ziel innerhalb von 60 Tagen?

Mein Ziel ist immer dreigeteilt:

  • Validiertes Angebot und Message — wir wollen wissen, welche Ansprache funktioniert.
  • Skalierbarer Kanalfahrplan — wiederholbare LinkedIn‑Ads‑Kampagne mit klaren KPIs.
  • Einfacher CRM‑Trigger — Leads kommen ins CRM und lösen automatisierte, personalisierte Follow‑Ups aus.

Woche 0: Setup, Hypothesen und Messplan

Bevor ich Geld ausgebe, definiere ich klare Hypothesen. Beispiel:

  • Hypothese A: Entscheider in KMU (Größe 50–250 MA) reagieren besser auf ROI‑Case‑Studies als auf Produktfeatures.
  • Hypothese B: Ein Lead Magnet (kurzes Audit / Webinar) erhöht Conversion Rate von Klick zu MQL um mindestens 30%.

Messplan: CPM, CTR, Landing Page CR, CPL, MQL→SQL Conversion. Ich richte LinkedIn Insight Tag + URL‑Parameter ein, verknüpfe LinkedIn Ads mit Google Analytics/GA4 und meinem CRM (z. B. HubSpot, Pipedrive oder ein einfaches Zapier‑Setup).

Woche 1–2: Zielgruppen, Creative und Landing Page

Targeting: Ich starte eng und messe dann auf. Beispiele für Segmente:

  • Branche + Funktion: "Manufacturing" + "Head of Operations"
  • Größe + Technologie: "50–250 MA" + Nutzer von ERP/CRM (falls möglich)
  • Account‑Based Pilot: Top 20 Zielkunden (Contact Targeting / Matched Audiences)

Creative: 3 Varianten

  • Variante 1: Kurzvideo (20–30s) mit Problem → Ergebnis (ROI‑Claim)
  • Variante 2: Karussell mit Case‑Study Slides
  • Variante 3: Text/Single Image mit starkem CTA zu einem kostenlosen Mini‑Audit

Landing Page: Minimal, conversion‑orientiert — Headline, 3 Bulletpoints, Social Proof (Logos/Kurztestimonials), Formular mit 5 Feldern max. Ein klarer CTA: "Termin vereinbaren" oder "Audit anfordern".

Woche 3–4: Erste Kampagnen, Tracking und CRM‑Integration

Start mit kleinem Budget (z. B. 50–100 €/Tag) auf 3 Creatives × 3 Zielgruppen. Ziele auf LinkedIn: Leads (Lead Gen Forms) und Website Conversions (für Landing Pages).

CRM‑Trigger: Ich vermeide komplexe Workflows am Anfang. Setup:

  • Lead kommt über LinkedIn Lead Gen Form oder Landing Page.
  • Automatischer Import ins CRM (native Integration oder Zapier/Integromat).
  • Trigger 1: Sofort‑E‑Mail an Lead (Kurz, persönliches Danke + Terminlink).
  • Trigger 2: Innerhalb 24h Slack/Email‑Notifikation an Sales mit Lead‑Context + LinkedIn‑Profil.
  • Trigger 3: Wenn Lead nicht auf Terminlink klickt → automatischer Reminder (2 Tage).

Wichtig: E‑Mails und Nachrichten sind kurz, personalisiert und geben konkreten nächsten Schritt (z. B. 15‑min Discovery Call).

Woche 5–6: Messen, Learnings, Skalierung

Auswertung der KPIs nach 2–3 Wochen Live: CPM, CTR, Landing Page CR, CPL, MQL Rate. Ich stelle mir feste Cutoffs:

  • CTR < 0,25% → Creative wechseln
  • Landing Page CR < 7% → Copy/Trustelemente tune
  • CPL > Ziel (z. B. 150–300 € je nach Deal Size) → Targeting anpassen

Skalieren: Nur Varianten mit akzeptabler Performance erhalten Budgetverdopplung. Ich skaliere horizontal (weitere Lookalike/Targeting Selektionen) bevor ich das Budget massiv erhöhe.

Automatisierungen und einfache Sales‑Ops

Skalierbar wird es, wenn Sales keine Daten manuell kopieren muss. Mein bevorzugter minimaler Tech‑Stack:

  • LinkedIn Ads + Insight Tag
  • Landing Page Builder (z. B. Unbounce, HubSpot Landing Pages, Webflow)
  • CRM (HubSpot Free/Starter oder Pipedrive)
  • Zapier/Make für Trigger, falls native Integrationen fehlen
  • Kalenderintegration (Calendly, HubSpot Meetings)

Automatische Lead‑Enrichment (z. B. Clearbit Reveal) kann helfen, Prioritäten zu setzen, ist aber optional am Anfang.

Beispiele für Mail‑ und Messaging‑Templates

  • Initiale Dankesmail (sofort): "Danke [Name], ich habe Ihre Anfrage erhalten. Hier ist ein kurzes 15‑min Termine‑Link: [Calendly]. In Kürze meldet sich mein Kollege mit weiteren Infos."
  • Reminder (48h): "Kurz Erinnerung: Haben Sie einen passenden Termin für ein 15‑min Gespräch? Wenn nicht, teilen Sie mir gern 2 Zeiten mit."
  • Sales‑Notiz (intern): "Lead: [Name], Firma: [Firma], Grund: [Lead Magnet]. Voice: Entscheider, priorisieren wegen X. Vorschlag: Quick Audit anbieten."

KPIs und Zielgrößen für 60 Tage

Die folgenden Zahlen sind Orientierung — je nach Branche und Angebot unterscheiden sie sich:

MetrikZiel (60 Tage)
Impressions50k–200k
CTR0,35%–0,8%
Landing Page CR7%–20%
CPL100–400 €
MQL→SQL20%–40%

Häufige Stolperfallen und wie ich sie löse

  • Zu breite Zielgruppen: Ergebnis ist teurer Traffic. Lösung: Segmentieren, Account‑Based Start.
  • Komplexe Formulare: Hohe Abbruchrate. Lösung: weniger Felder, Schritt‑für‑Schritt Forms oder Lead Gen Forms.
  • Kein Sales‑Followup: Lead wird kalt. Lösung: Automatische Benachrichtigung + klarer SLA (z. B. 24h Follow‑up).
  • Keine A/B‑Struktur: Keine Learnings. Lösung: Immer 2–3 Creatives und 2 Landing Page Varianten testen.

Wenn ich ein neues Projekt starte, beginne ich mit einem klaren 60‑Tage‑Plan wie diesem — inklusive Entscheidungspunkten, Budget‑Stops und klaren Ownerships zwischen Marketing und Sales. In vielen Fällen reichen diese Maßnahmen, um innerhalb der Frist einen stabilen, skalierbaren Leadflow zu erreichen, der später mit mehr Automatisierung und Account‑Based Maßnahmen weiterwächst.

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